Griasmolle Ranzenburg e.V.

2 Tagesausfahrt nach Korb

Wasser......Marsch!

Im folgenden lesen Sie einen objektiven Bericht über die 2-Tagesausfahrt der Griasmolle. Die genannten Personen sind nicht frei erfunden, die Namen wurden zum Schutz der Privatsphäre nicht abgeändert.

Samstag 12.30 Uhr (und einige Sekunden später...) war es endlich soweit!
Auch der Zunfti, in Begleitung vom heimlichen Berichtschreiber, war endlich an der Bushaltestelle angekommen, und es konnte endlich losgehen. Der Bus war bereits proppevoll, trotz kurzfristiger Absagen. Zwar sind nämlich die meisten Griasmolle nicht gerade auf den Kopf gefallen, aber auf unser Mitglied Martin traf das leider doch zu. Martin? Damit könnte ich quasi jedes Mitglied meinen.... aber dazu später. Wir machten es uns also in unserem luxuriösen 4-Sterne-Bus bequem. Unser neues Mitglied und Zunftbusfahrer Enrico ließ sich nicht lumpen, und charterte für uns ein standesgemäßes Gefährt. Wie im Flugzeug konnten wir unsere Flugbahn verfolgen, und so kriegte dann auch der letzte mit, daß wir Richtung Stuttgart fuhren. Damit die beträchtliche Fahrtzeit von 2 Stunden nicht zu lange wurde, waren mal wieder köstliche Wellhäuser-Verpflegung und erfrischende Getränke mit an Bord. Da sich viele Damen an die gehobene Reisekategorie sofort gewöhnten, war die Enttäuschung groß, als wir unser obligatorisches Päuschen „nur“ vor einer Blechtoilette einlegten. Das war jedoch nur ein kurzes „Tief“ denn wir steuerten schon direkt auf einen der großen Höhepunkte unserer Reise zu: die Weinverkostung in der Remstalkellerei.
Kaum auf dem Weinparkplatz eingefahren wurden wir schon überaus herzlich begrüßt. Unser Führer Karl-Heinz Eckstein strahlte bis über beide Ohren und hieß uns wie gute Freunde willkommen. Der Grund wurde alsbald klar. Der leidenschaftliche Feuerwehrler freute sich über die freiwillige Feuerwehr aus Ranzenburg, und hatte sich auch schon auf der Internetseite über unsere örtlichen Löschgepflogenheiten informiert. Da wollten wir dem armen Mann nicht den Spaß verderben. Benni gab bereitwillig Auskunft über unsere Feuerwehr-Sitten und wir anderen begnügten uns mit unserem neuen Schlacht-Ruf: WASSER-MARSCH. Dieser sollte uns noch lange begleiten.... So begingen wir mit großen Augen den Weinkeller und bestaunten die riesigen Holzfässer, die hier noch besichtigt werden konnten. Vom Keller aus gings wieder nach oben. Dort erwartete uns ein schönes Weinverkosterambiente mit einer schönen Panorama-Aussicht auf die Weinberge. So verkosteten wir Gläschen um Gläschen... immer öfter ertönte unser Lösch-Ruf, nur als die gute Martina „Feuer“ statt „Wasser“ rief, wusste niemand so recht, was er antworten sollte. Martina? Das könnte nun praktisch jedes weibliche Mitglied gewesen sein. Der einfachkeithalber wurde nämlich auf dieser Fahrt beschlossen, dass wir alle Martin und Martina heißen. So wurde dann auch Martina (alias Margit) zum krönenden Abschluß noch zur Weinkönigin ernannt. Nachdem die Gläser leer und die Molle voll waren, suchten wir wieder den Bus auf. Außer ein paar Martins und Martinas, die noch das Weinrondell besuchten. Doch auch diese konnten alsbald zur Weiterfahrt überredet werden. Thematisch passend hatten wir bald unsere Pension „Zum guten Tröpfle“ erreicht. Das war ein gutes Omen. Auch die zweite Pension „Gasthaus zur Krone“ war ansehnlich. So wurde n vom Einzelzimmer bis zur Party-Ferienwohnung alle Zimmer bezogen.Nach einer Stunde „frischmachen“ steuerten wir zu Fuß die nahegelegene Festhalle an. Hier feierte die Narrenzunft Korb e.V. ihr 5-Jähriges Bestehen. In der Halle kam sofort ein heimeliges Gefühl auf, es war zwar kein Riesen-Ding, aber wir fühlten uns wohl, und mischten die Veranstaltung ein wenig auf. Bald kannte jeder Martin und Martina, und wir hatten neue Freundschaften geschlossen. Auch wenn einige andere Zünfte über unsere extremen Aufnahmebedingungen überrascht waren, kamen die Namen überall gut an. Wer nach diesem Abend nicht wußte, was ein „Waggis“ ist, der hatte sich nur mit Apfelschorle und Leberkäs vergnügt. Das Vergnügen nahm an diesem Abend eine steile Kurve nach oben, kein Wunder also, dass der eine oder andere vor lauter Schwung über die Kurve hinausschoß. Diese Entgleisten wurden dann nach Hause gestützt, und die anderen feierten dann noch private Zimmer-Feten. Allen voraus unser Ex-Zunfti Häbbe, der seinen neuen verantwortungslosen Status nutzte, und die jungen Mädels mit Schnaps und Schwarzwurst in sein Zimmer lockte. Am nächsten morgen waren dann alle wieder halbwegs frisch. Nun, fast alle. Schließlich wurden die Zimmer geräumt, und mit großem Hallo fuhren wir mit dem Bus Richtung Korb zum Fasnetsumzug. Das wir bis dahin gar nicht in Korb waren, sondern in einem kleinen Nebenort fiel uns erst dann so richtig auf. Bei strahlendem Wetter vergnügten wir uns in einem Narrendorf und fieberten dem Umzug entgegen. Der war dann auch um einiges länger, als vorher zu vermuten war, aber bei Startnummer 7 war das kein Problem. Trotzdem hatten wir mit kleinen Unwegbarkeiten zu kämpfen. Es fehlten offenbar wichtige Personen beim Umzug: Zum einen unsere Häsmeisterin Elke. Viele waren schockiert, und vermuteten schon eine körperliche Schwäche aufgrund einer durchzechten Nacht. Nur gaanz wenige wussten, daß Elke aufgrund Ihrer Verantwortung als Häsmeisterin von einer erhöhten Position aus unsere Außenwirkung kontrollieren wollte. Eine gute Idee.
Ebenso hatten wir ein wenig mit der Rätsche zu kämpfen. Da unser Rätschenwart kurzfristig nicht mitfahren konnte, mussten wir die Rätsche ohne ihn durch die hügeligen Weinberge wuppen. Das sah teilweise so aus, als hätte die Rätsche etwas zu viel Rebensaft genossen. Doch trotz Schlingerkurs kamen wir am Ende heil an, und hatten nur wenige Zuschauer überfahren. Bei gutem Wetter konnten wir den Rest des Tages noch geniessen. Trotzdem fieberten die meisten dann der Busabfahrt entgegen, denn auch ein Molle kennt das Wort „Heimweh“. So kamen wir überpünktlich los, und trudelten 2 Stunden später wieder in unserem geliebten Ranzenburg ein. Was für ein Wochenende!

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