Griasmolle Ranzenburg e.V.

Der "Griasmolle" ist ein Fabelwesen, das im nahegelegenen Illergries sein Unwesen trieb. Jeden Abend ertönte aus der Nähfadenfabrik Dietenheim die Feierabendsirene; der unheimliche Ton dieser Sirene erinnert an einen wildgewordenen Molle.
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Historie

Die Griasmolle Ranzenburg entstanden am Aschermittwoch 1978 aus 10 Mitgliedern der Katholischen Jugend Dietenheim und zählen heute über 150 Mitglieder. Seit Februar 1996 sind sie ein eingetragener Verein.
Der "Griasmolle" ist ein Fabelwesen, das im nahegelegenen Illergries sein Unwesen trieb. Jeden Abend ertönte aus der Nähfadenfabrik Dietenheim die Feierabendsirene; der unheimliche Ton dieser Sirene erinnert an einen wildgewordenen Molle. Für die Dietenheimer Kinder war die Sirene das Zeichen, nach Hause zu gehen, denn, so wurde ihnen von den Eltern immer wieder gesagt, "sonst holt euch d´r Griasmolle!"
Nicht wegzudenken aus dem Erscheinungsbild der Griasmolle Ranzenburg ist inzwischen die überdimensionale (2 x 1,5 x 1,3 Meter) Holzrätsche. Diese Holzrätsche wurde von einigen Mitgliedern selbst entworfen und ganz aus Holz gebaut.
Inzwischen ist es in Dietenheim Tradition, jeden Faschingssonntag morgens früh um sechs Uhr die Ranzenburger Narren mit der Rätsche zu wecken und so auf den närrischen Tag mit dem Fasnetsumzug einzustimmen.
Die Masken der Griasmolle wurden in den Anfangsjahren aus Pappmaché gefertigt. Seit 1995 werden sie nach und nach durch handgeschnitzte Masken ersetzt. Das Kostüm ist aus beigem Fellstoff genäht, darüber wird ein Ledergeschirr mit Viehschellen getragen. Das komplette Häs wird von jedem Mitglied selbst gefertigt. Mit zum Kostüm gehören unsere allseits beliebten "Hennafiaß".
Seit einigen Jahren nehmen die Griasmolle auch an den Umzügen anderer Zünfte teil. Pro Jahr werden maximal fünf neue Mitglieder aufgenommen; diese müssen sich zuerst während eines Probejahres bewähren, um dann als Mitglied aufgenommen zu werden.